Warum gibt es in Rumänien so ein großes Straßenhundeproblem?

Durch die jahrzehntelange Diktatur von Ceausescu ist das Problem der Straßenhunde entstanden. Da insbesondere die Landbevölkerung in den Städten angesiedelt wurde, ihre Anwesen und Höfe verlassen mussten und somit ihre Tiere dem Schicksal überlassen wurden. Dies führte zu einer ungehinderten Vermehrung von Hunde und Katzen.
In den Städten werden die Hunde von staatlicher Seite eingefangen um das Stadtbild „sauber“ zu halten, mit ungewissem Schicksal.

Seit 2006 nimmt sich der Verein Animal Life in Sibiu dieser Probleme an, indem der Verein die Hunde von der Straße aufsammeln, medizinisch versorgen und kastrieren lässt.  Hierdurch wird die Vermehrung der Straßenhunde soweit eingedämmt, dass die Population  in den nächsten Jahren nachhaltig verringert werden kann. Dies ist jedoch, auch wenn der Verein rein ehrenamtlich arbeitet, mit erheblichen Kosten verbunden.  Natürlich fehlen die Kapazitäten um alle Hunde aufzunehmen, aber ein Teil der Hunde kann in Rumänien oder auch nach Deutschland vermittelt werden, was doppelt hilft, weil die Hunde einerseits aus dem Elend geholt werden und zum anderen das Kastrieren finanziell möglich ist. Jedes Jahr sind Mitglieder unseres Vereins vor Ort um sich die Situation und die Arbeit von Animal Life anzuschauen und natürlich um alle Schützlinge zu besuchen.

Um noch mehr Hunde vor einem ungewissen Schicksal zu bewahren, hat Animal Life aus Spendengeldern, die auch über unseren Verein gesammelt wurden, in Hermannstadt/Sibiu ein Tierheim gebaut. Leider ist es laufend überfüllt. Um die Not der Straßenhunde zu bekämpfen hilft eine Mitgliedschaft im Förderkreis Kastration.